Warum wird meine Webseite nicht gefunden? Die SEO-Analyse hilft!

Computer und Sicherheits-Wissen Artikel 32


Tech-Writer Thomas

Tech-Writer Thomas am 24.09.2017



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Die Erstellung der eigenen Webseiten ist auf vielen Wegen möglich. Wenn keine spezialisierte Web-Agentur beauftragt wird, kann im einfachsten Fall ein Social-Media- oder Blog-Angebot gewählt werden. Möchte man jedoch Besitzer der eigenen Inhalte bleiben oder eine kommerzielle Seite aufbauen, führt kein Weg an einer eigenen Webseite vorbei. Diese kann online mit einem Content-Management-System (CMS) oder lokal mit beispielsweise den Programmen Mobirise oder Pingendo erstellt werden. Damit nach der Fertigstellung die eigene Homepage über Suchmaschinen auffindbar ist, sind einige Punkte zu beachten. Dieser Artikel zeigt, welche Punkte bei der Erstellung einer eigenen Webseite wichtig sind und wie eine Suchmaschinenoptimierung (SEO) durchgeführt wird. Hier wird zwischen On-Page Optimierung und Off-Page Optimierung unterschieden.


Copyright und Lizenz: Selbst erstellte Grafik zum Artikel über SEO-Analyse.

Worauf ist bei der Erstellung der eigenen Homepage zu achten (On-Page Optimierung)?

  • 15 Jahre Abakkus

    Firmenlogo der ABAKUS Internet Marketing GmbH

Unabhängig wie eine Homepage erstellt wird, sollten folgende Punkte bei der On-Page Optimierung beachtet werden. Anders als viele Anwender vielleicht denken, ist nicht die grafische Gestaltung alleine für den Erfolg einer Homepage verantwortlich. Suchmaschinen können das Aussehen einer Homepage nur ansatzweise erfassen, für die Bewertung und das Ranking werden andere Kriterien herangezogen. Diese Algorithmen werden meist geheim gehalten, allerdings sollten bei der Erstellung der Homepage keine offensichtlichen Fehler gemacht werden. Dies ist schon der erste Schritt zur Suchmaschinenoptimierung.

  • Informationsgehalt: Besucher der Homepage sollten direkt beim ersten Blick erfassen können, worum es sich bei diesem Webangebot handelt. Dies ist mit einer knappen und aussagekräftigen Startseite möglich. Piktogramme oder Grafiken können dies noch unterstützen. Für ausführliche Informationen sind die Unterseiten oder weiter unten liegende Abschnitte vorgesehen. Hier sollten die Informationen möglichst ausführlich sein. Je mehr Informationen eine Suchmaschine findet, desto genauer wird diese kategorisiert. Beispielsweise misst Google, wie lange sich ein Besucher auf einer Webseite aufhält. Längere Aufenthalte der Besucher werden dabei positiv bewertet.
  • Übersichtlichkeit: Eine Homepage sollte ein ansprechendes Design besitzen und übersichtlich gestaltet sein. Je freundlicher die Homepage wirkt, desto eher bleiben die Besucher auf der Homepage hängen. Ungewohnte Designs und überladene Homepages wirken dagegen abschreckend. Wichtige Elemente sollten direkt ins Auge fallen, was beispielsweise durch die Formatierung oder zugehörigen Icon-Symbole erreicht wird. Kontaktmöglichkeiten, sowie der Kaufen- oder Download-Link zählen zu den Elementen, die hervorgehoben und möglichst präsent platziert werden sollten. Die Struktur der Seiten ist wichtig, wobei der Haupttext höher wie Inhalte in der Seitenleiste, dem Fußbereich oder dem Menü gewertet wird. Ferner sind die Überschriften aussagekräftig zu wählen. Die in den Überschriften verwendeten Wörter sind sogenannte „Eyecatcher“ für die Besucher und werden von Suchmaschinen besonders hoch gewertet.
    Bei umfangreichen Seiten führt die Aufteilung der Unterseiten in sinnvolle Rubriken zu mehr Übersichtlichkeit. Diese Rubriken sollten sich im Menü wiederspiegeln. Gerade auch eine Sitemap ermöglicht es dem Besucher sich zu Recht zu finden. Zu den Besuchern zählen natürlich auch die Suchmaschinen, die auf diesem Weg die Struktur der Homepage erfassen.
  • Responsive-Design: Seit einiger Zeit beurteilt die wichtigste Suchmaschine Google Internetseiten danach, wie diese auf kleinen Displays zu lesen ist. Im Idealfall passt sich die Webseite automatisch der Bildschirmauflösung an, ohne die Schriftgröße zu reduzieren, rechts aus dem Display raus zu wandern oder alle Element durcheinander zu wirbeln. Im Fall der bekannten Content-Managment-Systeme CMS werden heutzutage schon viele Templates angeboten, welches dies berücksichtigt. Statisch erstellte Homepages sollten auf entsprechende Frameworks wie Bootstrap, Skeleton oder Foundation zurückgreifen, die diese Funktion automatisch übernehmen. Die in der Einleitung erwähnten Programme Mobirise oder Pingendo verwenden Bootstrap als Framework.
    Zu den Anfängen des Internets wurden die Text- und Ausrichtungs-Formatierungen noch direkt in der HTML-Datei angegeben. In der heutigen Zeit enthält die HTML-Datei nur noch einen groben Rahmen und Formatierungen werden über eine separate CSS-Stylesheet-Datei definiert. Dadurch ergibt sich ein einheitliches Aussehen über alle Seiten, bei gleichzeitig weniger Speicherbedarf und Daten-Trafik.

Framework Bootstrap

Bei Bootstrap handelt es sich um ein Frontend-Framework zur einfachen Erstellung von Webseiten für unterschiedliche Bildschirmauflösungen. Dieses Open-Source-Projekt wurde ehemals von Twitter entwickeltes und kann für private und kommerzielle Homepages frei verwendet werden. Der große Vorteil ist das Grid-System, welches das Layout in 12 Spalten aufteilt. Damit lassen sich die einzelnen Elemente einer Homepage einfach positionieren, egal ob auf dem Handy, Tablett oder Laptop. Zudem werden zahlreiche vorgefertigte Komponenten und JavaScript-Plug-Ins angeboten, wie Menü, Buttons, Panels, Tooltips, Bilderkarusel und vieles mehr.

  • Unsichtbare Elemente: Neben dem angezeigten Texten und Bildern werden auf einer Internetseite auch viele unsichtbare Informationen gespeichert. Gerade diese sind für die Suchmaschinenoptimierung wichtig. Zunächst wären die Informationen im Header der Internetseite. Dabei gehören der Titel und die Beschreibung zu den wichtigsten Elementen. Damit diese in der Google-Suchmaschine optimal angezeigt werden, sollte der Titel eine Länge von maximal 70 Zeichen und die Kurzbeschreibung (Description) von 156 Zeichen (inkl. Leerzeichen) nicht übersteigen. Zusätzliche Informationen im Header, wie die Keywords oder Meta-Daten nach dem Open Graph Protokoll sind nicht zwingend erforderlich, können jedoch für das Ranking im Suchverlauf entscheidend sein.
    Ein weiterer Punkt ist die korrekte Bezeichnung von eingebundenen Grafiken über das Alt-Attribut. Zwar investiert Google und Co sehr viel Geld in die künstliche Intelligenz zur Bilderkennung. Dennoch ist das wichtigste Kriterium zur Kategorisierung von Bildern die Meta-Beschreibung (Alt-Attribut).

Wie kann man seine Webpräsenz testen?

Wer die Punkte zur On-Page Optimierung seiner Homepage beachtet, hat schon den ersten Schritt zu einer erfolgreichen Präsenz vollzogen. Zur Prüfung der eigenen Homepage werden im Internet zahlreiche Tools angeboten. Einige davon können auch kostenlos genutzt werden, wie beispielsweise der Link-, CSS3- und HTML-Checker der W3C Organisation. Diese zeigen sehr detailliert Fehler und Abweichungen von Standards.

Screenshot des SEO-Diver von der OnPage-Analyse

Einen Schritt weiter gehen die Tools von SEO-Diver von ABAKUS Internet Marketing GmbH. Die Linkbuilding Agentur ABAKUS ist einer der ältesten Dienstleister in dem Segment des SEO und bietet seit 2002 umfangreiche Suchmaschinenoptimierung an. Darunter fallen On-Page Optimierung, Inhaltsanalyse und Linkaufbau. Gerade der Linkaufbau ist für die sogenannte Off-Page Optimierung wichtig. Zum 15. Firmenjubiläum (Stand 2017) stellt ABAKUS seine SEO-Diver Analyse-Tools allen interessierten Nutzern kostenlos zur Verfügung. Das SEO-Diver Tool-Center beinhalten:

  • Off-Page Analyse
  • Link-Analyse
  • Such-Analyse
  • Keyword-Analyse
  • und vieles mehr

Welche Möglichkeiten bietet SEO-Diver zu Off-Page Suchmaschinenoptimierung (SEO)

Der Grad der Verlinkung ist ein weiterer wichtiger Punkt für die Wertigkeit einer Homepage im Suchranking. Je mehr Links auf die eigene Homepage zeigen, desto weiter vorne wird diese angezeigt. Da diese Tatsache jedoch von vielen Webseitenbetreibern ausgenutzt wurde, ist dies nicht mehr so linear zu sehen. Weitere Faktoren sind der verwendete Link-Text, der inhaltliche Zusammenhang und die Wertigkeit der verlinkenden Homepage (Fremdseite). Wird beispielsweise immer derselbe Text zum Verlinken verwendet, so wertet die Suchmaschine dies als Spam und die Homepage wird abgewertet. Die SEO-Diver-Tools bieten weitreichende Off-Page Analysemöglichkeit für die eigene Homepage.

Suchreichweite

Screenshot der Suchreichweiten-Analyse von SEO-Diver

Bei der Suchreichweite in SEO-Diver können eine oder mehrere Domains über einen längeren Zeitraum analysiert werden. Dabei werden mehrere Ranking-Faktoren zusammengefasst, um eine möglichst aussagekräftige Kurve zu erhalten. Zu den Faktoren gehört beispielsweise die Position in der Websuche bei unterschiedlichen Suchwörtern und regionalen Unterschiede. Je höher der Wert ist, desto eher kommt ein Besucher über die Suche auf die eigene Homepage.

Backlink:

Backlink lässt sich am besten mit Rückverweis übersetzen. Bei einem Backlink handelt es sich um einen Verknüpfung von einer fremden Webseite auf die eigene Homepage. Suchmaschinen nutzen die Linkpopularität zur Ermittlung der Wertigkeit und des Rankings einer Homepage.

Weitere Informationen auf der Seite sind die Domain-Details mit Angeben zu den unterschiedlichen Suchkennzahlen, Serverinfos und Social-Media-Links. Bei den Backlinks-Details werden alle Links auf die eigene Homepage untersucht und daraus ein Wertung (Backlink Authority Score) ermittelt. Zusätzlich werden interessante Platzierungen von Keywords und Keyword-Welten angezeigt.

Weitere Punkte unter Perfomance:

  • Suchreichweite (Analysiert das Ranking in den Suchergebnissen)
  • Suchwahrnehmung (Analysiert Such-Impressionen ohne das Ranking zu berücksichtigen)
  • Statische Sichtbarkeit (Ermittelt die Ranking-Leistung)
  • Keyword Rankings (Analysiert den zeitlichen Verlauf von Suchbegriffen einer Domain)
  • SERP Historie (Historischer Verlauf von Google-Suchergebnissen)

Analyse

Unter Analyse werden 4 Menüpunkte zusammengefasst. Die On-Page Analyse finde ich dabei am interessantesten. Hier erhält der Anwender zahlreiche Tipps zur Optimierung der Homepage. Dazu zählen die Länge des Titels und der Beschreibung, die Verwendung des Keywords auf der Seite und weitere Auffälligkeiten im Vergleich der Top-Drei-Ergebnisse zu dem Keywords.

Mit SearchOnIP können relevante Homepages ermittelt werden, die im IP-Bereich der zu suchenden Homepage liegen. Mit dem SEO Wetter lassen sich Änderungen am Google-Suchalgorithmus in der Vergangenheit erkennen. Je größer diese Änderung, desto höher ist der Ausschlag in der Grafik. Der Facebook-Seitenvergleich analysiert die Posts, Likes und Kommentare eines Facebook-Profils.

Keywords

Screenshot des Keyword-Rankings im SEO-Diver

Für die Suchmaschinenoptimierung ist die Keyword Recherche ein besonders wichtiger Punkt. Einen Überblick schafft die Keyword Schnellabfrage. Dabei wird der Traffic zu allen angegebenen Suchbegriffen und relevanten Suchbegriffskombinationen in einer Tabelle angezeigt. Um einen Suchbegriff genauer zu untersuchen, gibt man diesen in dem Keyword Recherche Tool ein. Dieses listet den Suchbegriff und deren Kombinationen. Neben dem Traffic wird der Schwierigkeitsgrad bestimmt, um bei dem Suchbegriffen unter die Top 10 zu gelangen. Die Symbole in der letzten Spalte zeigen an, ob Google zusätzliche Information in der Suche anzeigt, wie beispielsweise News, Shopping oder Wetter.

Weitere Punkte unter Keywords:

  • Keyword Trends (Überblick zur Steigung des Suchvolumens eines Suchbegriffs)
  • Keyword Horoskop (Suchbegriffsvorhersagen für die nächsten 1-3 Monate)
  • Keyword Projekte (Hier lassen sich gespeicherte Keyword-Listen schnell analysieren)
  • Suchtrichter (Zeigt die Suchwörter an, die Anwender nach dem untersuchten Suchbegriff in die Suchmaschine eingeben)
  • API (Programmschnittstelle zur Batch-Keyword Analyse)

Links

Wie bereits geschrieben, sind die externen Links auf die eigene Seite von entscheidender Bedeutung für die Wertigkeit der Webseite im Suchranking. Dabei kommt es jedoch nicht alleine auf die Anzahl der so genannten Backlinks an, sondern auch wie wertig die verlinkende Homepage ist und ob deren Inhalt zu dem verlinkten Text passt. Auch wichtig ist, an welcher Stelle der Link steht und welchen Link-Text er verwendet. Hierzu bietet SEO-Diver von Abakus sehr aussagekräftige Funktionen an.

Screenshot des Linkcheck-Tools von SEO-Diver

Die Funktion Linkcheck ermittelt die Backlinks auf die eigene Seite. Diese werden entsprechend der durchschnittlichen statistischen Sichtbarkeit der verlinkenden Seite sortiert. Über das Link-Symbol der Ergebnisliste wird der entsprechende Backlink aufgerufen, um die Verlinkung zu prüfen. Mit den Symbolen hinter dem Link lässt sich die Suchreichweiter, Suchwahrnehmung, Statistische Sichtbarkeit und der Linkcheck der Backlink-Domain aufrufen. Einen weitaus umfangreicheren Überblick erhält man über die Download-Funktion. Optional lassen sich auch die Bad-Links und die Kookkurrenz überprüfen. Das Erstellen der Backlink-Struktur kann je nach Umfang mehrere Stunden benötigen. Die erstellte Download-Datei wird dabei im XLS-Excel oder CSV-Format angeboten.

Die Informationen der Download-Datei sind so umfangreich, dass ich hier nur exemplarisch auf ein paar Punkte eingehe.

  • Backlink URL mit Linktyp und verwendetem Linktext
  • Verlinkte Seite des Backlinks mit Rel-Attributen, Weiterleitung und HTTP-Status
  • Anzahl von enthaltenen Links und Suchparameter der verlinkenden Domain
  • PageRank und TrafficRank der Backlink-Domain
  • Alter, Social-Media und Kategorie der Backlink-Domain
  • Titel, Webanalyse und Keywords der verlinkenden Seite
  • Bad-Score des Backlinks

Bad-Sore

Beim Bad-Score oder auch Spam-Sore handelt es sich um eine Einschätzung, ob der Backlink Faktoren enthält, welche durch Google abgestraft werden. Dazu zählen beispielsweise, ob die Seite wenig oder doppelten Inhalt enthält und die Anzahl der externe Verlinkungen hoch ist. Je höher der Bad-Score ist, desto wahrscheinlicher wird Google diesen Backlink als negativ ansehen.

Die Auswertung der Backlinks ist so detailliert, dass dies eine aussagekräftige Funktion zur Suchmaschinenoptimierung darstellt.

Weitere Funktionen unter Links sind:

  • InLinks: Ermittelt Webseiten mit einer hohen Relevanz zu einem Suchbegriff
  • Backlink Trust Points: Spürt wichtige Backlinks bis zur 3. Verlinkungsebene auf
  • Backlink Verification: Lädt Backlink-Listen (z. B. von Webmastertools) hoch und untersucht diese
  • Hub-Finder: Aus bis zu 5 Domains von Mitbewerbern werden wichtige Domains ermittelt, die für den eigenen Backlinkaufbau wichtig sein können
  • Web Authorities: Listet Webseiten, die von gut platzierten Suchergebnissen verlinkt werden

Fazit

Die Erstellung einer eigenen Homepage ist mit den heutigen Möglichkeiten nicht viel schwerer wie ein Word-Dokument zu schreiben. Wer eine Homepage als Hobby betreibt, der braucht sich um eine Suchmaschinenoptimierung nicht unbedingt zu kümmern. Um keine groben Schnitzer zu machen, reicht eine Überprüfung der Homepage mit den Checkern des World Wide Web Konsortium. Bei kommerziellen Homepages (Shops und Dienstleister) ist eine On-Page und Off-Page Optimierung dagegen unabdingbar, damit Suchmaschinen die Homepage möglichst positiv bewerten und auf den vorderen Suchseiten anzeigen. Hierzu können die kostenlosen Tools von SEO-Diver (ab August 2017) verwendet werden. Wem diese Schritte zu aufwendig oder technisch sind, ist bei einem professionellen Webdienstleister (Blueflexx- Webdesign aus Seibersbach) gut aufgehoben.

Jeder sollte bedenken, dass die Suchmaschinenoptimierung keine einmalige Aufgabe ist. Google und andere Suchmaschinenbetreiber ändern nahezu täglich die Suchalgorithmen. Dies zwingt Webseitenbetreiber fortlaufend am Ball zu bleiben, damit sie im Ranking nicht von vorne nach ganz hinten rutschen.

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